Notizblaettchen: Katholisch-orthodox + Altkirchlich + Recht Gläubig

28. Oktober 2019
von schorsi
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Die Geschichte wiederholt sich

Im Nordosten Syriens werden assyrische und armenische Christen zur Zielscheibe des türkischen Angriffs auf die syrisch-kurdische Region Rojava

Türkische Attacke auf Christen

Kirchenglocken läuten in dem kleinen von Christen bewohnten Dorf im Nordosten Syriens. Sie warnen die Dorfbewohner vor einem bevorstehenden türkischen Luftangriff. Viele der hier lebenden Christen gehören der assyrischen Kirche an, eine altorientalische Ostkirche syrischer Tradition. Zum ersten Mal seit gut einem Jahrhundert, seit dem Genozid an der armenischen, aramäisch-assyrischen und griechischen Bevölkerung des osmanischen Reiches, werden Christen hier wieder zur Zielscheibe einer türkischen Attacke. Am 09. Oktober 2019 hat die türkische Armee mit dem Angriff auf die selbstverwaltete Kurden-Region Rojava im Nordosten Syriens begonnen.

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21. Juli 2019
von schorsi
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Kehrt um und nehmt euer Kreuz!

Eine Polemik gegen das Wellness-Christentum

In der evangelischen Kirche eines kleinen Ortes nahe Hannover feiere ich alle zwei Wochen eine ökumenische Vesper. Vor kurzem sprach mich ein Besucher dieses katholisch-orthodox geprägten ökumenischen Abendlobs an. „Das ist ja alles schön und gut“, sagte er, „aber das muss doch noch viel mehr Freude ausstrahlen“. Er ist der Auffassung, man müsse die Menschen durch populäre Elemente der geistlichen Musik dazu motivieren, gern an dieser Art von Gottesdienst teilzunehmen. Sonst ist das seiner Meinung nach alles etwas zu ernst. Mein Gesprächspartner wünscht sich eine freudige Spiritualität, die nicht von demutsvollen Gesten und Bitten um Sündenvergebung verdüstert wird. Denn das, so kriege ich oft zu hören, interessiert ohnehin niemanden mehr und wirkt eher abschreckend. Weiterlesen →

22. Februar 2019
von schorsi
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„Wir sollen die Stadt verlassen“

Über das Schicksal der irakischen Christen am Beispiel der nordirakischen Stadt Bartella

Auf dem Hauptplatz der Nordirakischen Stadt Bartella steht ein großes Kreuz, ein unübersehbares Zeichen, dass die Stadt einmal zu großen Teilen von Christen bewohnt wurde.

In der Nähe zeigt eine massive Plakatwand schiitische muslimische Märtyrer sowie ein Foto des iranischen Ayatollah Khomeini. Plakate iranisch unterstützter schiitischer Milizionäre, die bei Kämpfen mit der Gruppe Islamischer Staat getötet wurden, hängen überall in den Straßen, zusammen mit Transparenten von schiitischen Heiligen.

Vom Islamischen Staat (IS) verfolgt und vertrieben: Schiiten und Christen aus Bartella

Vor dreißig Jahren bestand die die Bevölkerung Bartellas vollständig aus Christen. Aber im Laufe der Jahrzehnte haben demographische Veränderungen dazu geführt, dass die Bevölkerung geteilt wurde – in Christen einerseits und einer ethnischen Gruppe andererseits, die als Schabak bekannt ist und größtenteils aus Schiiten besteht. Als der IS die Stadt und weite Teile des Nordiraks im Jahr 2014 überrannte, floh die gesamte Bevölkerung Bartellas, denn beide Gemeinschaften wurden von den Extremisten verfolgt.
Zwei Jahre später, nachdem Bartella aus den Händen des IS befreit werden konnte, sind weniger als ein Drittel der christlichen Familien zurückgekommen. Die meisten haben Angst wegen der Berichte über Einschüchterung und Belästigung durch die Schabak-Bevölkerung, die von den schiitischen Milizen dominiert wird. Sie kontrollieren jetzt die Stadt.

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23. Januar 2019
von schorsi
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Christus All-Erbarmer Gemeinschaft

Christus Auferstehungsikone

Im Umfeld der Katholisch-Orthodoxen Kirche des Westens und ihrer beiden Oratorien,

  • des Oratoriums der allheiligen Gottesmutter von den Engeln und St. Ansgar in Kiel und des
  • Oratoriums der heiligen Kaiserin Theodora, Verteidigerin der heiligen Ikonen in Flensburg,

ist eine geistliche Gemeinschaft mit dem Namen Christus All-Erbarmer Gemeinschaft entstanden.

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22. Januar 2019
von schorsi
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Das Ehesakrament, die Alt-Katholiken und ich

Auf der letzten Bistumssynode der deutschen Alt-Katholiken im Oktober letzten Jahres ging es um die Frage, ob man homosexuellen Lebensgemeinschaften in Zukunft das Ehesakrament spenden solle. Die allgemeine Situation in der alt-katholischen Kirche schien das herzugeben, sind doch der Lehrstuhl für alt-katholische Theologie und wohl auch die Synodalvertretung fest in der Hand der Modernisten-Lobby.
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21. Januar 2019
von schorsi
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An die Substanz

Zur aktuellen Diskussion über das Sakrament der Ehe in der alt-katholischen Kirche

Die nächste altkatholische Synode will über das Ehesakrament beraten. Zur Disposition steht, auch homosexuellen Lebenspartnerschaften das “Sakrament der Ehe“ zu spenden. Was bedeutet das? Oder zunächst mal: was bedeutet das für mich?

(In: Christen heute, August 2018)

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30. Juni 2018
von schorsi
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Heilige Eucharistie und die Frage nach der (Inter)Kommunion

In der römisch-katholischen Kirche wird derzeit über die Frage gestritten, ob in bestimmten Fällen auch die evangelischen Ehepartner von kirchenaffinen Katholiken an der heiligen Kommunion teilnehmen dürfen.
Es wird gestritten. Und das ist zunächst einmal gut!

“Oblate her, oder Geld zurück!”

Denn wo gestritten wird, nimmt man die Angelegenheit, um die es geht, nicht auf die leichte Schulter. Und auf die leichte Schulter sollte man die Eucharistie weiß Gott nicht nehmen. Sie ist nach unserer Auffassung, nach Auffassung der Christen in katholischer und orthodoxer Tradition, der heiligste Schatz, den die Kirche zu bewahren und als Sakrament/Mysterium ihren Gläubigen zu spenden hat: Gott selbst in Gestalt des Leibes und Blutes Jesu Christi. Wer mithin dieses heilige Sakrament profaniert, disqualifiziert sich prinzipiell selbst für dessen Empfang. Ein Beispiel dafür ist etwa der Kabarettist Eckart von Hirschhausen. Hirschhausen, der mit einer Katholikin verheiratet ist, forderte sein vermeintliches Recht auf die Kommunion während einer Diskussion auf dem Katholikentag 2018 in Münster mit den Worten: “Wenn Sie die Hälfte meiner Kirchensteuer für die katholische Kirche abzwacken, geben Sie mir mit Freude eine Oblate dafür oder geben Sie mir mein Geld zurück”.
Gebt ihm von mir aus eine Oblate, aber um Himmels Willen nicht die Heilige Hostie, möchte man hier insistieren. Hirschhausen lieferte im Grunde das Argument gleich mit, warum man Protestanten die Heilige Hostie beziehungsweise die heiligen Gaben im Allgemeinen eher nicht reichen sollte. Die Eucharistie, für Hirschhausen eine Frage der Kirchensteuer. Sehr viel weiter kann man sich vom altkirchlichen Eucharistieverständnis kaum entfernen.
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1. April 2018
von schorsi
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Stefan Bandito (Ostern 2)

Es ist schon etliche Jahre her, meine Frau und ich wohnten noch in Hannovers Innenstadt. Eines späten Abends hörten wir so ein Knistern und Kruscheln unten den Holzdielen, das wir nicht zuordnen konnten. Wir vergaßen es wieder.
Einige Tage später machten wir abends Spaghetti . Nach dem Essen ging ich gleich ein Stündchen an den Schreibtisch. Danach wollte ich mich ans Abwaschen machen. Der Spaghetti-Topf stand noch, inzwischen erkaltet, auf dem Herd. Ich öffnete also die Küchentür, blickte in Richtung Herd – und wer thronte da am Rand des Spaghetti-Topfes? Weiterlesen →