Notizblaettchen: Katholisch-orthodox + Altkirchlich + Recht Gläubig

22. Februar 2019
von schorsi
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„Wir sollen die Stadt verlassen“

Über das Schicksal der irakischen Christen am Beispiel der nordirakischen Stadt Bartella

Auf dem Hauptplatz der Nordirakischen Stadt Bartella steht ein großes Kreuz, ein unübersehbares Zeichen, dass die Stadt einmal zu großen Teilen von Christen bewohnt wurde.

In der Nähe zeigt eine massive Plakatwand schiitische muslimische Märtyrer sowie ein Foto des iranischen Ayatollah Khomeini. Plakate iranisch unterstützter schiitischer Milizionäre, die bei Kämpfen mit der Gruppe Islamischer Staat getötet wurden, hängen überall in den Straßen, zusammen mit Transparenten von schiitischen Heiligen.

Vom Islamischen Staat (IS) verfolgt und vertrieben: Schiiten und Christen aus Bartella

Vor dreißig Jahren bestand die die Bevölkerung Bartellas vollständig aus Christen. Aber im Laufe der Jahrzehnte haben demographische Veränderungen dazu geführt, dass die Bevölkerung geteilt wurde – in Christen einerseits und einer ethnischen Gruppe andererseits, die als Schabak bekannt ist und größtenteils aus Schiiten besteht. Als der IS die Stadt und weite Teile des Nordiraks im Jahr 2014 überrannte, floh die gesamte Bevölkerung Bartellas, denn beide Gemeinschaften wurden von den Extremisten verfolgt.
Zwei Jahre später, nachdem Bartella aus den Händen des IS befreit werden konnte, sind weniger als ein Drittel der christlichen Familien zurückgekommen. Die meisten haben Angst wegen der Berichte über Einschüchterung und Belästigung durch die Schabak-Bevölkerung, die von den schiitischen Milizen dominiert wird. Sie kontrollieren jetzt die Stadt.

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23. Januar 2019
von schorsi
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Christus All-Erbarmer Gemeinschaft

Christus Auferstehungsikone

Im Umfeld der Katholisch-Orthodoxen Kirche des Westens und ihrer beiden Oratorien,

  • des Oratoriums der allheiligen Gottesmutter von den Engeln und St. Ansgar in Kiel und des
  • Oratoriums der heiligen Kaiserin Theodora, Verteidigerin der heiligen Ikonen in Flensburg,

ist eine geistliche Gemeinschaft mit dem Namen Christus All-Erbarmer Gemeinschaft entstanden.

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22. Januar 2019
von schorsi
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Das Ehesakrament, die Alt-Katholiken und ich

Auf der letzten Bistumssynode der deutschen Alt-Katholiken im Oktober letzten Jahres ging es um die Frage, ob man homosexuellen Lebensgemeinschaften in Zukunft das Ehesakrament spenden solle. Die allgemeine Situation in der alt-katholischen Kirche schien das herzugeben, sind doch der Lehrstuhl für alt-katholische Theologie und wohl auch die Synodalvertretung fest in der Hand der Modernisten-Lobby.
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21. Januar 2019
von schorsi
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An die Substanz

Zur aktuellen Diskussion über das Sakrament der Ehe in der alt-katholischen Kirche

Die nächste altkatholische Synode will über das Ehesakrament beraten. Zur Disposition steht, auch homosexuellen Lebenspartnerschaften das “Sakrament der Ehe“ zu spenden. Was bedeutet das? Oder zunächst mal: was bedeutet das für mich?

(In: Christen heute, August 2018)

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30. Juni 2018
von schorsi
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Heilige Eucharistie und die Frage nach der (Inter)Kommunion

In der römisch-katholischen Kirche wird derzeit über die Frage gestritten, ob in bestimmten Fällen auch die evangelischen Ehepartner von kirchenaffinen Katholiken an der heiligen Kommunion teilnehmen dürfen.
Es wird gestritten. Und das ist zunächst einmal gut!

“Oblate her, oder Geld zurück!”

Denn wo gestritten wird, nimmt man die Angelegenheit, um die es geht, nicht auf die leichte Schulter. Und auf die leichte Schulter sollte man die Eucharistie weiß Gott nicht nehmen. Sie ist nach unserer Auffassung, nach Auffassung der Christen in katholischer und orthodoxer Tradition, der heiligste Schatz, den die Kirche zu bewahren und als Sakrament/Mysterium ihren Gläubigen zu spenden hat: Gott selbst in Gestalt des Leibes und Blutes Jesu Christi. Wer mithin dieses heilige Sakrament profaniert, disqualifiziert sich prinzipiell selbst für dessen Empfang. Ein Beispiel dafür ist etwa der Kabarettist Eckart von Hirschhausen. Hirschhausen, der mit einer Katholikin verheiratet ist, forderte sein vermeintliches Recht auf die Kommunion während einer Diskussion auf dem Katholikentag 2018 in Münster mit den Worten: “Wenn Sie die Hälfte meiner Kirchensteuer für die katholische Kirche abzwacken, geben Sie mir mit Freude eine Oblate dafür oder geben Sie mir mein Geld zurück”.
Gebt ihm von mir aus eine Oblate, aber um Himmels Willen nicht die Heilige Hostie, möchte man hier insistieren. Hirschhausen lieferte im Grunde das Argument gleich mit, warum man Protestanten die Heilige Hostie beziehungsweise die heiligen Gaben im Allgemeinen eher nicht reichen sollte. Die Eucharistie, für Hirschhausen eine Frage der Kirchensteuer. Sehr viel weiter kann man sich vom altkirchlichen Eucharistieverständnis kaum entfernen.
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1. April 2018
von schorsi
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Stefan Bandito (Ostern 2)

Es ist schon etliche Jahre her, meine Frau und ich wohnten noch in Hannovers Innenstadt. Eines späten Abends hörten wir so ein Knistern und Kruscheln unten den Holzdielen, das wir nicht zuordnen konnten. Wir vergaßen es wieder.
Einige Tage später machten wir abends Spaghetti . Nach dem Essen ging ich gleich ein Stündchen an den Schreibtisch. Danach wollte ich mich ans Abwaschen machen. Der Spaghetti-Topf stand noch, inzwischen erkaltet, auf dem Herd. Ich öffnete also die Küchentür, blickte in Richtung Herd – und wer thronte da am Rand des Spaghetti-Topfes? Weiterlesen →

31. März 2018
von schorsi
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(Kein)”Frauenrecht Abtreibung?” (40)

ZDF-Film: 24 Wochen

Am letzten Montag den 26.03.2018 zeigte das ZDF den Film “24 Wochen”. Es geht um eine junge Frau, von Beruf Kabarettistin, ihren Mann und deren ungeborenes Kind. Zunächst wird bei dem Ungeborenen das Down-Syndrom diagnostiziert, gemeinsam entscheidet sich das Paar für das Leben des Kindes. Als die Ärzte dann jedoch noch einen schweren Herzfehler feststellen, geht die Frau im Alleingang den Weg der Abtreibung, im sechsten Schwangerschaftsmonat.
Ein Kind im sechsten Schwangerschaftsmonat ist bereits sehr weit entwickelt und außerhalb des Mutterleibes überlebensfähig. Es muss deshalb bei einem Schwangerschaftsabbruch zunächst noch im Leib der Mutter mit einer Injektion getötet werden. Dann bringt die Frau nach einer künstlich eingeleiteten Schwangerschaft das tote Kind zur Welt.
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30. März 2018
von schorsi
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Kreuz (39)

Kreuzigungsikone. Christus am Kreuz

Gläubige Juden sind dazu angehalten, dass Passah-Mahl so zu feiern, als wären sie selbst – persönlich – aus Ägypten herausgeführt und befreit worden. Als Christen sollen wir, so wird von vielen Theologen und Kirchenlehrern gesagt, das Passah Christi, also unser Osterfest, nicht wie etwas feiern, was vor 2000 Jahren einmal passiert ist und woran wir uns nun erinnern können, sondern als ein Ereignis, das hier und jetzt, mit uns und für uns, passiert.
Gut, mit Christus auferstehen, ja klar. Das wollen wir alle.
Aber auch mit ihm gekreuzigt werden? Der Karfreitag gehört sicher nicht zu den beliebtesten Feiertagen. Unter kirchenfernen Menschen ohnehin nicht. Es herrscht nicht soviel Partylärm wie sonst. Tanzveranstaltungen sind verboten. Frei haben wollen alle. Aber einen Tag im Jahr mal auf Party verzichten? Das finden die meisten völlig daneben.
Und wir Christen? Wie ist das mit unserem Kreuz?
Mein Eindruck ist: Wir begehen den Karfreitag und feiern die Karfreitagsliturgie wie einen Trauertag, wie ein Trauerfest. Wir betrauern Christus, sein Martyrium , sein Leiden und seinen Tod am Kreuz.
Und wo sind wir selbst dabei? Sind wir passiv Trauernde? Bleiben wir letztendlich Zuschauer bei all dem? Machen wir uns wirklich klar, warum Christus da am Kreuz leidet?
Wir sind der Grund. Ich bin der Grund. Du bist der Grund. Weil wir uns immer wieder weit von Gott entfernen, uns immer wieder von ihm trennen. Weil wir egoistisch sind. Nicht genug lieben. Nur an uns denken. Anderen Schmerz und Verletzungen zufügen. Weil wir das Göttliche in uns selbst immer wieder von uns abspalten, anstatt es zu suchen und in uns zum Leben zu erwecken. Darum stirbt Christus. Darum leidet er heute am Kreuz. Gott ist Mensch geworden, hat sich selbst erniedrigt und sich kreuzigen lassen, um uns zu ihm zurückzuführen. Nicht die anderen sind daran schuld. Nicht die Römer, nicht Judas, der ihn ausgeliefert hat, nicht der jüdische Klerus, der seinen Kreuzestod gefordert hat.
Wir sind dafür verantwortlich.
Ich! Du!
Albert Biesinger schreibt in “Christ in der Gegenwart”:

Es hat eine innere Logik, dass der Retter der Welt eben nicht an Altersschwäche stirbt, sondern als Opfer, getötet am Kreuz: Denn wenn er all das lösen, erlösen soll, was die Menschheit sich gegenseitig angetan hat und auch derzeit antut, wenn er die riesigen Gebirge an Schuld, die die Menschheit aufgehäuft hat, auflösen will, dann geht dies ganz offensichtlich nur so. Und es ist und bleibt doch ein Gottesgeheimnis.

Und unser eigenes Kreuz? Der Weg zur Befreiung ist nicht der bequemste Weg, das zeigt das jüdische Passahfest und das Passah Christi: das zeigt uns die Befreiung der Welt durch das Sterben Christi am Kreuz.
Welches Kreuz sollst du tragen? Finde es heraus!

Herr Jesus Christus, auch ich gehörte zu denen, die unter Deinem Kreuz standen und dich verspottet haben. Erbarme Dich meiner!

29. März 2018
von schorsi
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Verzählt: Vierzig Tage. Ohne Sonntage. (Also zurück auf 38)

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Um das mal klarzustellen: Von Aschermittwoch bis Karsamstag sind es 40 Fastentage. Ohne Sonntage. Die Sonntage der Fastenzeit sind zumindest in der Westkirche keine Fastentage. Irgendwie auch seltsam. Die 40 Tage beziehen sich doch auf das 40-tägige Fasten Jesu in der Wüste. Und dass Jesus am Sabbat zwischendurch mal die Wüste verlassen hat, um mit seinen Jüngern zu speisen, davon habe ich jedenfalls noch nichts gehört.
In der Ostkirche ist die Fastenzeit denn auch anders geregelt:

Die heilige und große vierzigtägige Fastenzeit beginnt sieben Wochen vor Ostern; sie zählt auch die Sonntage mit und dauert somit bis zum Freitag vor dem Lazarus-Samstag an. Davor liegt eine dreiwöchige Vorfastenzeit, deren letzte Woche „Milchwoche“ heißt, in der kein Fleisch mehr, aber ausgiebig Milch, Milchprodukte und Eier verzehrt werden und regional verschiedene karnevalistische Gebräuche gepflegt werden. An die große Fastenzeit schließt unmittelbar das Fasten des Lazarus-Samstages, des Palmsonntages und der Karwoche an.(Wikipedia)

Eigentlich ist mir ja bekannt, dass für die Sonntage in unserer westlichen Kirche Sonderregeln gelten.Trotzdem habe ich in meinem Fastentagebuch die Sonntage mitgezählt. Und bin deswegen aus dem Tritt gekommen. Heute ist offiziell der 38igste Fastentag. Nach meiner Zählweise wäre ich aber heute schon bei Nummer 41. Zunächst hatte ich gemutmaßt, dass die drei heiligen Tage von Gründonnerstag bis Karsamstag schon nicht mehr zur regulären Fastenzeit gehören. Tun sie irgendwie auch nicht, denn nach der Liturgie vom Letzten Abendmahl am Gründonnesrtag ist die Fastenzeit eingentlich beendet und es beginnt das Osterfasten. Andererseits sind aber Karfreitag und Karsamstag in den 40 Tagen enthalten. Als ich unserem Pfarrer von meiner Fastentagezähl-Verwirrung berichtet habe, entgegnete der nur trocken: Vielleicht hast du ja soviel gefastet, dss du nicht mehr klar denken konntest.
Das wirds sein!

Eine Einführung in den Gründonnerstag aus der Cella Sankt Benedikt (Hannover)