Archiv für die Kategorie 'Allgemein'

Aug 08 2016

Reisen bildet? Ein Urlaubsbeitrag!

Autor: . Abgelegt unter Allgemein

Mensch, geh’ nur in dich selbst,
denn nach dem Stein der Weisen
darf man nicht zuallererst
in fremde Länder reisen.

Angelus Silesius (1624 – 1677)

Das Besondere und das Normale

Burro - Eselchen

Urlaubszeit! Nein, ich verreise nicht, ich ziehe um. Aber das ist eine andere Geschichte. Da Urlaubszeit oft auch Reisezeit ist, könnte ich doch wenigstens mal was übers Reisen bloggen, habe ich gedacht. Deshalb gibts jetzt hier einen Text, denn ich vor zwei Jahren auf Teneriffa geschrieben habe.

Immer wenn ich in so einem Touristenflieger hocke, dicht an dicht mit anderen 100 bis 200 Leuten, dann frage ich mich: Warum tust du dir das eigentlich an? Warum quetscht du dich in so eine Sardinenbüchse, in der du mehrere Stunden lang in unbequemer Sitzhaltung verharren musst, ausgeliefert auf Wohl und Wehe an zwei unbekannte Typen in einem Cockpit und an eine letztlich immer wieder fehleranfällige Technik, nur, um dich an einen anderen Ort bringen zu lassen, von dem du dir irgendetwas Besonderes erhoffst? Ja – was eigentlich?

Besseres Wetter? Abstand von den Verpflichtungen und den Mühen der Arbeit und des Alltags? Abstand vom normalen Leben? Ja: Abstand vom Normalen. Wir Urlaubsreisende suchen das Unnormale, also das Besondere. Besondere Landschaften, besonderes Klima, besonderes Essen, besondere Leute, eine besondere Landschaft, besondere Architektur. Die Crux dabei: Oft tut uns das besondere Klima gar nicht gut, sondern belastet unseren Kreislauf und unsere Widerstandsfähigkeit. Magen-Darm Turbulenzen zumindest am Anfang der Reise oder auch hartnäckige Verstopfungen sind für so manchen obligatorisch. Auch das besondere Essen vertragen wir häufig nicht. Mit den besonderen Leuten können wir uns nicht austauschen, weil wir ihre Sprache nicht sprechen und uns ihre Verhaltensweisen im Grunde befremden. Die besondere Landschaft entpuppt sich manchmal als eine unwirtliche Einöde und die Details der besonderen Architektur vergessen wir wieder, kaum das wir aus der einen oder anderen Quelle etwas über sie erfahren haben.

Das Besondere kann also im Zweifelsfall ganz schön nerven und ziemlich anstrengend sein. Also wünschen sich viele von uns Urlaubsreisenden, dass das Besondere doch eigentlich so ist, wie wir es vom Normalen her gewohnt sind. Wir möchten uns auf deutsch verständigen können, die besonderen Leute sollen also gefälligst Deutsch sprechen. Wir möchten deutsches Brot und unsere geliebten kleinen deutschen Brötchen essen, deutsche Zeitungen lesen und deutsches Fernsehen gucken. Am wohlsten fühlen sich also viele von uns, wenn das Besondere nicht allzu besonders, sondern wenigstens einigermaßen normal ist.

Noch einmal: Warum also setzen wir uns dann der Tortour eines mehrstündigen Aufenthalts in diesen fliegenden Sardinenbüchsen aus. Weil wir etwas Besonderes erwarten. Weil wir unsere Träume und Hoffnungen, die mit dem Normalen oft wenig zu tun haben, in das Besondere projizieren, das wir an anderen Orten zu finden hoffen. In das Besondere, vor dem wir uns im Grunde genommen aber fürchten. Die ganze Tourismusindustrie lebt zu mindestens 80 Prozent von einer Illusion – oder sagen wir besser von jener Illusion, die sie selbst erzeugt und die schließlich die Hauptqualität des Produkts Urlaubsreise ausmacht.

Das muss jetzt nicht heißen, das die Bedürfnisse der Touristen am Reiseort völlig ins Leere laufen. Viele lieben es zum Beispiel, einmal im Jahr für zwei Wochen von hinten bis vorne bedient zu werden und so richtig den Larry raushängen lassen zu können. Stichwort: all inclusive. Zuhause immer kleine Brötchen backen, vorm Chef buckeln, gute Miene zu bösem Spiel machen, hier aber mal so richtig Macker sein oder auch mal so richtig rumprollen können. Wer nicht weiß was ich meine, der oder die steige mal in einen Flieger nach Mallorca, Ibiza oder Bankok. Bei so manchem Fernreisenden kommt der Genuss hinzu, sich dabei so richtig an seinem westlichem Überlegenheitsgefühl zu berauschen.

Natürlich sind nicht alle so, vor allem wir nicht. Wir gehören zu denen, die im Urlaub einfach mal ausspannen und gute Erfahrungen machen wollen. Wir lernen vor der Reise zumindest einige Brocken der Sprache, die an unserem Reiseziel gesprochen wird. Wir sind richtig offen für alles Neue, das uns begegnet – und gehen auf die Leute zu (nen Stück weit!). Und so weiter und so fort. Wir von dieser Kategorie wären ein Thema für sich. Und schließlich ist die Sache ja manchmal auch viel einfacher: wir möchten beispielsweise nur für ein bis zwei Wochen dem Schietwetter in Deutschland entkommen und etwas Sonne tanken. Dumm gelaufen, wenn dann, wie in meinem Fall im letzten Jahr, fast der ganze einwöchige Urlaub auf Madeira verregnet ist. Und weil der ganze Spaß nicht billig war, musste ich mir etwas ausdenken, um ihn nicht ganz misslungen zu finden. Man hat immerhin mal was anderes gesehen, ne.

Ja ­ – etwas anderes gesehen. Reisen bildet, heißt es ja. Früher war es wohl wirklich so. Die Reisenden haben etwas riskiert, um Neues zu entdecken, aufzuschreiben und damit das Entdeckte anderen zugänglich zu machen. Reisen erweiterte nicht nur das Wissen des Reisenden, sondern auch das gesellschaftlich verfügbare Wissen an sich, wenn auch in einer subjektiven und kulturspezifischen Draufschau. Thema: die koloniale Perspektive. Die indes ist, wie bereits angedeutet, auch heute noch nicht unbedingt Schnee von gestern.

Man kann vor sich selbst nicht weglaufen sondern nimmt sich überall hin mit, lautet ein kluger Spruch. Wie wahr. Aber immerhin: Der Abstand vom Normalen kann zumindest einen distanzierten Blick auf das eigene normale Leben mit seinen Zwängen, Gewohnheiten und Abhängigkeiten ermöglichen. Wenn man denn zu so einem kristischen Blick in der Lage ist.

Insofern verrät uns so manche Reise vielleicht mehr über unser Normales, als über das Besondere, das wir auf unserer Reise suchen.

Ein Kommentar

Jun 06 2016

Skizze zur Rekonstruktion der Aufklärung

Autor: . Abgelegt unter Allgemein,Politik und Alltag

Aufklärung
Ganz hoch im Kurs linker Legendenbildungen steht die sogenannte Aufklärung. Sie ist – auch als Reaktion auf antimodernistische Phänomene in der Einwanderungsgesellschaft – vom liberalen Mainstream bis zur Linken zu einem der beliebtesten Narrative unserer Zeit geworden. Aufklärung ist gleichzeitig ein narratives Gegenmodell – in erster Linie – zum Christentum. Seine eigentliche ideologische Dynamik bezieht der Aufklärungsdiskurs aus der Negation des Christentum.
Der (post)moderne Aufklärungsglaube
Gereon Wolters von der Universität Konstanz bringt diesen (post)modernen Aufklärungsglauben auf den Punkt”
“Religiöse Inhalte verlangen den Modus des Glaubens, aufklärerische den des argumentgestützten Wissens und der Wissenschaft.

  • Die mentale Disposition des Glaubenden ist Gehorsam gegenüber der Offenbarung und/oder ihrer Verkündigung, während Aufklärung sich als Vollzug menschlicher Autonomie und Freiheit versteht.
  • Religion stellt sich in Offenbarung, Predigt und nicht reproduzierbarer, privater religiöser Erfahrung dar; Aufklärung baut auf universalisierbare Argumente und reproduzierbare Erfahrung.
  • Die Verbesserung der Welt wird in der Religion durch Gebet und göttliche Gnade erreicht, während die Aufklärung mit ihrem Schibboleth „Fortschritt“ der wissenschaftsgestützten menschlichen Tat vertraut.
  • In den Kirchen wies das Paulinische (vgl. 1. Kor. 14, 34) “Mulier taceat in ecclesia!” den Frauen eine untergeordnete Rolle zu. Aufklärer betonen (wenn auch weitgehend nur theoretisch) die Gleichheit der Menschen, die Frauen eingeschlossen. Condorcet gilt sogar als eine wichtige Figur in der Geschichte des Feminismus, und selbst der knorrige Kant macht sich für die Aufklärung auch und insbesondere der Frauen stark.
  • Generell beansprucht Religion, im Besitz absoluter Wahrheiten zu sein, während ein Grundzug der Aufklärung gerade in deren skeptischer Depotenzierung besteht.”

Gereon Wolters vertritt implizit die verbreitete Ausfassung, erst die Aufklärung habe Rationalität, Forschergeist und Naturerkenntnis in den Naturwissenschaften – quasi in Abgrenzung zur Religion, beziehungsweise zum Christentum – ermöglicht: ja geradezu gegen das Christentum erkämpft.
Die Henne Fortschritt und das Ei der Aufklärung
Als realhistorisches Phänomen ist Aufklärung jedoch gleichsam selbst eine Reaktion auf den Fortschritt, den die europäische Welt durch den Aufstieg der Naturwissenschaften erfahren hat.
Wären die enormen Fortschritte der Naturwissenschaft von der Aufklärung abhängig gewesen, hätte es sie nie gegeben. Die Aufklärung, wie sie von Kant begründet worden ist, war im Kern eher wissenschaftsfeindlich und hat, ganz im Gegensatz zur christlichen Philosophie, die Möglichkeit einer “objektiven” Welterkenntnis tendenziell verneint. Das bedeutet: Der Aufstieg und die enormen Fortschritte der Naturwissenschaften sind kein Ergebnis der Aufklärung. Im Gegenteil: Der Aufklärungsglaube resultierte seinerseits aus den Fortschritten der Naturwissenschaften, die im wesentlichen ein Ergebnis der antiken Philosophie und ihrer christlichen Rezeption sind. Warum das so ist, werden wir noch sehen!
Der Aufklärungsmythos – bye bye Adorno
Aufklärung ist mithin weder eine Vorbedingung des Siegeszuges der Naturwissenschaften, noch ist sie als postmodernes Narrativ eine spezifisch realhistorische Epoche in der frühen Neuzeit Europas. Sie ist vielmehr ein ideologisches Gegenmodell zur Religion, insbesondere zum Christentum – und nimmt als solches eine spezifisch historische Perspektive gleichsam als Erzählung in sich auf. Diese Erzählung lautet kurzgefasst so: Über tausend Jahre herrschte finsteres Mittelalter in Europa, Barbarei, Dunkelheit, eine Allianz des Schreckens und der Rückständigkeit zwischen Feudaladel und Klerus. Dann, ganz plötzlich, brach die Aufklärung über die Menschheit herein, nachdem es vorher noch ein bisschen Reformation gegeben hatte.
Viele der Aufklärungsapologeten sind unter dem Einfluss des Marxismus politisch sozialisiert worden. Dass die Mär von einem derart voraussetzungslosen historischem Geschehen wie dem plötzlichen Hereinbrechen der Aufklärung in eine Epoche der Finsternis kaum mit dem marxistischen Diktum “Das Sein bestimmt das Bewußtsein” zu vereinbaren ist, scheint keinem aufzufallen. Es wirkt die Kraft des Mythos.
Und in der Tat: Die Geschichte von der Aufklärung ist ein Mythos. Aufklärung wird dabei zur Zauberformel einer selbstgenügsamen bürgerlichen Vernunft: vergessen, dass es einmal eine links-philosophische Aufklärungskritik gab, die insistierte, dass der Aufklärung selbst eine Dialektik innewohnt. Bye bye Adorno!
Was ist Aufklärung?
Was aber ist die Aufklärung jenseits ihrer postmodernen Verklärung. Gereon Wolters verortet sie im langen Jahrhundert, dem “Siècle des Lumières”, das mit der “Glorious Revolution” von 1689 in England beginnt und mit der “Grande Révolution” von 1789 endet, mit dem Beginn der französischen Revolution also, wodurch die Aufklärung erstmals tief in Blut gebadet wurde.
Gegen Ende des 17. Jahrhunderts formierte sich vor dem Hintergrund des enormen Fortschritts in den Wissenschaften einerseits – und der Erfahrung langer und grausamer (Religions-)Kriege andererseits, eine Philosophie , die das Postulat der “Vernunft” und einer darauf basierenden Moral in den Mittelpunkt ihres Diskurses stellte. Im Verlauf des 16. Jahrhunderts hatte sich die Naturwissenschaft mehr und mehr als eine eigene geistige Kraft etabliert und dabei der Vorstellung von einer Welterkenntnis ohne Gott den Weg geebnet. In Konkurrenz zur Theologie geriet die Aufklärung durch eine Philosophie, die ihre Existenzberechtigung neben den Naturwissenschaften darin suchte, als normative Kraft die Vernunft gegen Religion in Stellung zu bringen. Die Vernunft und der Gebrauch des “eigenen Verstandes” erschien als ein Mittel, um die “wahren” Sachverhalte gegen die vermeintlich reale Unvernunft, gegen Schein und Verblendung zu verteidigen. Letzteres verorteten die Aufklärer insbesondere auf Seiten des Christentums katholischer Provinienz. “Die Aufklärung des 18. Jahrhunderts war eine geistige und gesellschaftliche Reformbewegung, die sich von der Klarheit des Denkens nicht nur geistige Fortschritte, sondern auch eine Verbesserung aller Verhältnisse versprach”, schreibt der Philosophieprofessor Werner Scheiders.
Aufklärung und Absolutismus
Am stärksten ausgeprägt war der Vernunftglaube und die von der Vernunft erhoffte Weltverbesserung im Bürgertum und im sich national formierenden Adel. Die Aufklärung war mithin eine Bewegung, die im Absolutismus, also in einem Zeitalter, das von Karl Marx als die Epoche der ursprünglichen Akkumulation bezeichnet wurde, ihren politischen Ausdruck fand.
In dieser historischen Epoche formierte sich der Staat zum Nationalstaat, als dessen Geburtshelfer sich die Rationalität der Aufklärung erwies. In ihr fand die rationale Berechnung und Verwaltung, die Quantifizierbarkeit der Handelsbilanzen, die Garantie des Privateigentums und die Vertragsfreiheit der bürgerlichen Subjekte sowie eine Vereinheitlichung der Rechtsnormen ihren Niederschlag.
Indem die Aufklärung an der Herstellung dieser Bedingungen auf einer ideologischen Ebene beteiligt war, verwandelte sie sich dem modernen Staat immer mehr an. Friedrich Hegel sah im preußischen Staat seinen durch die Geschichte waltend-wabernden Weltgeist zu sich selbst kommen, Voltaire war Höfling des Preußenkönigs Friedrich II.
Die Aufklärung wurde zur Ersatzreligion des aufstrebenden Kapitalismus und seiner Anomien. Karl Marx etwa formuliert in seinem Hauptwerk, Das Kapital: um dieselbe Zeit „(…) wo man in England aufhörte, Hexen zu verbrennen, fing man dort an, Banknotenfälscher zu hängen“.
Die missratenen Kinder der Aufklärung
So nahm mithin im Zeitalter der Aufklärung der “‘Fortschritt der wissenschaftsgestützten menschlichen Tat'” Anlauf auf die Guillotinen der französischen Revolution, die Gulags des Stalinismus, die Vernichtungslager von Auschwitz und Treblinka, die maoistische Kulturrevolution mit ihren Millionen Toten und deren Nachahmer des Pol Pot-Regimes in Kambodscha. Nicht, dass die Philosophie der Aufklärung selbst diese Greueltaten gefordert oder gutgeheißen hätte. Aber indem sie die “Rationalität” zum Leitprinzip menschlicher Tugend erklärte, trieb sie die Menschen immer stärker in eine Richtung, in der letztlich jene zu Opfern werden konnten, die der allgemeinen Entfaltung eines je spezifischen Konzepts dieser Rationalität im Wege standen: höfischer Feudaladel, Juden, Klassenfeinde, Intellektuelle. Die Monster der Moderne sind die missratenen Kinder der Aufklärung. Hat sich die Aufklärung also gegen ihre eigenen Ursprünge verselbstständigt?

Der Kopernikus der Philosophie
Die berühmteste Antwort auf die Frage, was denn Aufklärung sei, hat zweifellos Emmanuel Kant (2. 4 1724 – 12. 2. 1804) gegeben: “Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sapere aude! Habe Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung.”
Wer könnte sich dieser Aufforderung heutzutage nicht anschließen. (Und im Prinzip sollte sich diese Definition so mancher heutige Aufklärungsapologet einmal gehörig hinter die Ohren schreiben.) Aber mit diesem Diktum sind wir mit Kant und der Aufklärung noch nicht durch. Denn mit dem Verstand hatte es bei dem alten Kant so seine Bewandtnis. Kant, so schreibt Dietrich Schwanitz in seinem Bildungswälzer, sei nämlich der Kopernikus der Philosophie: „Er drehte die Blickrichtung um, und siehe da, der Verstand hörte auf, sich um die Realität zu drehen, und die Erde der Erfahrungswelt drehte sich um die Sonne des Verstandes (430).”
Die Sonne des Verstandes! Kant verleiht dem menschlichen Verstand die Fähigkeit, sich die Dinge der Welt und ihre Eigenschaften überhaupt erst selbst zu erschaffen. Der Mensch, so Kants Auffassung, könne über die Dinge an sich überhaupt nichts sagen. Er könne lediglich die Bedingungen und Voraussetzungen der eigenen Perspektive einer tendenziell erkennenden Betrachtung unterziehen. Damit brach Kant in der Tat radikal mit den Voraussetzungen der Naturwissenschaften, die dem menschlichen Verstand schon seit der Scholastik die vernunftgestützte Fähigkeit zur Welt-(und Gottes-)erkenntnis attestierte. Die Naturwissenschaften hatten sich bereits zu Kants Zeiten gegenüber der Philosophie verselbstständigt. Wäre dem nicht so gewesen, so würden die Wissenschaftler vielleicht heute immer noch in den “Bedingungen der Möglichkeit der Erkenntnis (Schwanitz) ” herumstochern. Kant können wir mit Fug und Recht als Vater der postmodernen konstruktivistischen Philosophie bezeichnen, die bis heute um sich selbst rotiert.
Die Naturwissenschaften – wie auch die scholastische Philosophie – haben hingegen immer dazu tendiert, sich dem Erkenntnisobjekt soweit wie möglich verstehend anzunähern.
Die Grundlagen der modernen Wissenschaften
Die Grundlagen der modernen Wissenschaften finden wir mithin weniger in der Aufklärung denn im Christentum begründet. Zu diesen Grundlagen gehört die Vorstellung von einem Gott, dessen Schöpfung rational nachvollziehbaren Gesetzen folgt. “Das empirisch experimentelle Arbeiten als Grundlage der modernen Wissenschaften entsteht zunächst in den Klöstern” (Ballestrem 99).
Die Wissenschaften entstiegen den Klöstern wie das Küken dem Ei. Der Vernunftdiskurs des Christentums zielte auf die Fähigkeit, sowohl die Welt in ihren Naturzusammenhängen als auch Gott als Schöpfer und Geist hinter und in all dem erkennen zu können. Naturerkenntnis und Gottesverständnis im Christentum schließen sich nicht aus, sondern bedingen sich geradezu. Eine Sichtweise, die insbesondere in der modernen Physik heute mehr und mehr an Kontur gewinnt.
Aufklärung und Religionskritik
Es ist daher eine weit verbreitete und nichtsdestotrotz falsche Aufklärungsmär, dass der Fortschritt in Gesellschaft und Wissenschaft quasi erst durch die Aufklärung gegen das Christentum erkämpft werden musste. Dieser Mythos wird auch dadurch nicht richtiger, dass er ständig wiederholt wird.
Die Aufklärung als Bewegung und zeitgeschichtliches Phänomen hat sich schon früh in Abgrenzung zum Christentum definiert. Ihre Apologeten beklagen sich darüber, dass die Kirche sie nicht in ihr Herz geschlossen hat, sondern den Fehdehandschuh aufnahm und die Schriften der Aufklärer auf den Index setzte
Als Essenz der Aufklärung gilt heutzutage die Religionskritik. Auch vom Standpunkt der christlichen negativen Theologie aus betrachtet, ist gegen Religionskritik per se zunächst einmal gar nichts einzuwenden. Feuerbach, Kant oder auch Marx haben die Bilder dekonstruiert, die sich Menschen von Gott gemacht haben. Auch die negative Theologie konzidiert, dass menschliche Begriffe und Erklärungen über Gott notwendigerweise defizitär sein müssen, da jene transzendente Wirklichkeit, die wir Gott nennen, mit unseren Begriffen gar nicht zu erfassen ist. Wo die Wirklichkeit Gottes beginnt, hört menschliches Sprechen über Gott im Prinzip auf. Das betonen insbesondere jene immer wieder, die Gott vielleicht am nächsten kommen: die Mystiker .
Die Religionskritik der Aufklärung indes schafft mit der Dekonstruktion des Gottesbegriffs eine Leerstelle, die sie mit “Vernunft ” und “Rationalität” füllt. Sie spricht dort, wo das Sprechen aufhört. An den Rationalitätsbegriff der Aufklärung konnte deshalb der dialektische Materialismus als rationales Erklärungsmodell des Weltgeschehens ebenso anknüpfen wie der biologistisch begründete Rassismus und Antisemitismus der Nationalsozialisten, die sozialdarwinistische Wirtschaftstheorie des Thomas Robert Malthus oder der Ordoliberalismus eines Friedrich August von Hayek. Von Hayek, Marx, Lenin, Malthus oder Hitler, sie alle sind Kinder der Aufklärung.
Paul Thiry D’Holbach, einer Aufklärer des 18. Jahrhunderts, sah die “Summe der Leiden des Menschengeschlechts” durch die Religion nicht geringer werden, sondern durch alle Institutionen der Religion stets anwachsen. Der Irrtum der Religion sei die wahre Quelle des Leidens der Menschheit: “nicht die Natur machte sie unglücklich; nicht eine Erbsünde hat die Menschen schlecht und unglücklich gemacht: allein dem Irrtum verdanken wir die bedauerlichen Wirkungen (…)“.
Nun müssen wir diesem Aufklärer zugute halten, dass er die “Quellen des Leidens”, die uns die Aufklärung beschert hat, noch nichts wusste. D’Holbach starb im Jahr 1789, in jenem Jahr also, als die „Flamme der Vernunft” auf unter den Guillotinen der französischen Revolution erstmals so richtig zu lodern begann: Auschwitz, Gulag, Maos Kulturrevolution, Kambodscha, all diese Kapitel der Aufklärung waren zu seinen Lebzeiten noch nicht geschrieben.
Aufklärung – Götterdämmerung von Humanismus und Zivilisation?
Heute kennen wir sie. Und doch ist der Ruf der Aufklärung als „Götterdämmerung” von Humanismus und Zivilisation ungebrochen.
Das liegt nicht zuletzt daran, dass die allgemein verbreitete Geschichte der Aufklärung im Wesentlichen der Blick der selbsternannten Aufklärer auf sich selbst ist. Die Protagonisten der Aufklärung sind in die bequeme Position geraten, sich die Geschichte ihrer eigenen Bewegung gleich selbst schreiben zu können. Ja, die Aufklärung selbst ist zu großen Teilen nichts anderes, als die Arbeit an diesem Aufklärungsmythos.
Den eigenen Blick auf sich selbst als allgemeines Geschichtsbild zu etablieren, dass haben alle Despoten immer wieder vergeblich versucht. Geschafft haben es nur die „Aufklärer”. Das ist vielleicht eine ihrer größten Leistungen.
Wurzel des Fortschritts – das Christentum
Der Fortschritt der Natur- und Geisteswissenschaften verdankte sich der scholastischen Philosophie und dem Forschergeist, der in den Klöstern seinen Ausgangspunkt nahm und einen ersten Höhepunkt zum Ausgang des Mittelalters in der Renaissance fand. Das war eine Zeit, in der sich auch die (römische) Kirche – mithin, in der Diktion der Aufklärung, das finstere Mittelalter – auf dem Höhepunkt ihrer Macht befand. Hochmut kommt vor dem Fall, könnte man sagen: was dann folgte, war die Reformation. Aber das ist eine andere Geschichte.
Mit Kirche und Christentum bekämpften die Aufklärer mithin die Bedingungen ihrer eigenen Existenz.
Das ist im Prinzip bis heute so geblieben. Was an der linken Aufklärungsapologetik ihrer heutigen Protagonisten manchmal befremdet, ist die Euphemismus, mit der antihumanistische Phänomen des Islamismus und Islams bagatellisiert werden, während man gleichzeitig an den eigenen zivilisatorischen Grundlagen, dem Christentum, kein gutes Haar lässt. Bei genauem Hinsehen stellen wir fest, dass auch dies keineswegs neu ist. Die heute so häufig zu hörende These vom toleranten Islam, der durch die christlichen Raubzüge christlicher Kreuzfahrerheere erst den “muselmännischen Fanatismus” heraufbeschworen habe, stammt von keinem geringeren als dem Spätaufklärer und Sozialisten August Bebel. Es ist ein Argumentationsmotiv, dass heute in kaum einer Islamdiskussion fehlen darf.
Die postmoderne Aufklärungsapologetik wird damit vollends zur Projektion einer Denkweise, die sich im Netz des Selbsthasses auf die eigene zivilisatorische Grundlagen verfangen hat.
Doch gerade jene Errungenschaften, die das postmoderne Subjekt vermeidlich affirmiert, wie Menschlichkeit, Demokratie, Selbstbestimmung, Religionsfreiheit und allgemeine Menschenwürde, werden untergehen, wenn es nicht gelingt, die intellektuellen Eliten der Gesellschaft mit ihren eigenen zivilisatorischen und sozialhistorischen Wurzeln auszusöhnen. Und diese Wurzeln liegen im Christentum.
Gelingen kann das nur mit einer gründlichen Dekonstruktion des Aufklärungsmythos.

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Jan 30 2016

Theologie ohne Glauben

Autor: . Abgelegt unter Allgemein,Wir Christen

Glasfassade einer Bank

Oder: wie die moderne Theologie den christlichen Glauben wegrationalisiert.

Vor zwei Jahren veröffentlichte das antiklerikale Kampfblatt “Die Tageszeitung” (Taz) anlässlich der Gründung einer alt-katholischen Gemeinde in Bremen einen recht wohlwollenden Artikel über die Alt-Katholiken. Soweit, so gut. Aber wenn die “Taz” anfängt, Katholiken gut zu finden, werde ich skeptisch.

Und das zu Recht. Irgendein norddeutscher Alt-Katholik muss dem Taz-Journalisten in die Feder diktiert haben, dass diese Kirche modern sei und man beispielsweise die Jungfrauengeburt nicht mehr biologisch verstehe. Modern? Das gefiel dem Reporter natürlich gut. Er schrieb:

“Sie (die Alt-katholiken) finden nicht, dass die Frau sich dem Manne unterzuordnen habe. Sie sind gegen die kultische Verehrung Mariens und sie verstehen die Sache mit der Jungfrauengeburt auch nicht als biologische Aussage. Sie erlauben ihren Geistlichen, PartnerInnen, Sex und Kinder zu haben und ihre Bischöfe werden nicht von Rom ernannt, sondern von der Gemeinde gewählt. Sie feiern Abendmahl zusammen mit Protestanten, sie trauen homosexuelle Paare und sie wählen bekennende Schwule zu Diakonen.“

Ich war irritiert. Und nicht nur darüber, dass bei den Alt-Katholiken angeblich homosexuelle Paare “getraut” werden. Die Jungfrauengeburt keine “biologische Aussage”. Das müsste dann ja heißen, die Jungfräulichkeit Mariens sei rein metaphorisch zu verstehen und Maria im “wirklichen Leben” eben doch eine ganz normale Frau?

Bloß keinen Ärger mit der Presse

Die Alt-Katholiken haben keinen aktuellen Katechismus. Daher ist es schwer, überhaupt irgendwelche verbindlichen Aussagen darüber zu finden, was geglaubt wird und was nicht. Aber immerhin gibt es die “Koinonia auf altkirchlicher Basis“: das ist ein Positionspapier, in dem die gemeinsamen Glaubensüberzeugungen des orthodox-altkatholischen Dialoges aus den Jahren 1975 bis 1987 publiziert worden sind.
In Bezug auf die Gottesmutter heißt es dort:

„Da die Kirche Maria als Gottesmutter anerkennt, deren Niederkunft der heilige Ignatius von Antiochien ‚ein laut rufendes Geheimnis’ nennt rühmt sie auch die bleibende Jungfrauschaft. Die Gottesmutter ist immer Jungfrau, da sie unversehrt und auf unsagbare, nicht zu klärende Weise Christus geboren hat“.

Das passt doch auf keinen Fall zu dem, was der Taz-Reporter über den Glauben der Alt-Katholiken geschrieben hatte, dachte ich mir. Da musste doch eine Richtigstellung her. Ich schrieb das bischöfliche Ordinariat in Bonn an. Von dort bekam ich die Auskunft, dass in der Presse immer wieder Sachverhalte stark vereinfacht und auch falsch dargestellt würden. Es erfordere aber

“ein sehr genaues Nachdenken darüber ob eine Gegendarstellung im presserechtlichen Sinne angezeigt ist. Es könnte auch leicht der Eindruck entstehen, der Umgang mit der alt-katholischen Kirche ist schwierig. ‘Bei denen muss man ganz genau aufpassen, sonst gibt es schon wieder eine Gegendarstellung’, oder so ähnlich. Damit fördert man nicht die Motivation, über kirchliche Themen zu berichten.”

Ergo, lieber nehmen wir eine falsche Berichterstattung hin, als es uns mit der Presse zu verderben. Nun ja – ich gebe zu, es ist mühsam, ständig richtigzustellen, was die kirchenunkundige Presse so verzapft. Und dann lässt man es halt. Richtig ist das nicht, geht es, wie in diesem Fall, doch um die Essenz unserer Glaubensüberzeugungen. Oder glauben die alt-katholischen Theologen gar nicht mehr, was Jahrhunderte lang katholische Grundüberzeugung war?
In Sachen Jungfrauengeburt antwortete man mir seitens des bischöflichen Ordinariats:

“Das Wesen eines solchen Glaubens-Mysteriums wie der Reder (sic) von der ‘Jungfrauengeburt’ ist nicht seine rationale Unerklärbarkeit. Im Übrigen haben wir heute ein anderes Welt- und Wirklichkeitsverständnis sowie ein fortgeschrittenes Weltwissen, mit dem wir an solche Glaubensaussagen von Menschen vor vielen Jahrhunderten herangehen, die ihrerseits ein ganz anderes solches Welt- und Wirklichkeitsverständnis und Weltwissen hatten. Ich plädiere hier jedoch immer für gegenseitigen Respekt.”

Wie bitte? Das Wesen eines Glaubensmysteriums ist nicht mehr seine rationale Unerklärbarkeit? Was denn sonst? Wir haben ein “fortgeschrittenes Weltwissen” mit dem wir die rationale Unerklärbarkeit der Mysterien ad legen können? Es gibt nichts Unerklärbares mehr? So etwas erwartet man eigentlich eher von Atheisten wie Richard Dawkins oder Christopher Hitchens, nicht aber von einem Mitarbeiter des bischöflichen Ordinariats.

Wer eine solche Theologie hat, braucht keine Atheisten mehr

Womit wir beim Kern des Problems angekommen wären: Für die moderne Theologie insbesondere protestantischer Prägung (wovon der Alt-Katholizismus scheinbar immer mehr zu einer bloßen Spielart wird) gibt es keine Mysterien mehr. Transzendenz wird ersetzt durch einen ethischen Imperativ; was einmal als Glaubensüberzeugung die Lebenswelt der Menschen durchdrang, wird heruntergebrochen auf reine Metaphorik. Die kritische Exegese in der Theologie hat den Glauben wegkritisiert. Warum also sollten die Leute noch in Kirche kommen, wenn sie da ohnehin nichts weiter zu erwarten haben als ein paar sinnige Sprüche zum Herzerwärmen. Da kann man doch besser gleich zum Yoga gehen.
Für die sogenannten kritisch-historischen Theologen wie Rudolf Bultmann sind die Evangelien geschichtsförmige Einkleidungen frühchristlicher Glaubensideen. Sagen und Mythen statt Mysterien. Das ist übrigens etwas anderes als geistliche Bilder, die in ihrer Symbolik immer noch eine metaphysische Wahrheit repräsentieren. Einen Wahrheitsgehalt indes spricht die sogenannte kritische Theologie den Evangelien direkt oder indirekt rundum ab. Wer eine solche Theologie hat, braucht eigentlich keine Atheisten mehr.
In der katholischen Theologie – und mithin auch in der orthodoxen – ist dagegen etwa die Jungfrauengeburt nicht erst seit den neuen Mariendogmen im 19. Jahrhundert als umfassend wahr begriffen worden. Und das heißt nicht nur als metaphorisch sondern auch als symbolisch und geschichtlich wahr. Papst Benedikt XVI übrigens hat das in seinem Christusbuch noch einmal ausdrücklich unterstrichen.

Transzendierende Wirklichkleit

Wenn wir die Mysterien als symbolisch wahr bezeichnen, dann erübrigt sich im Grunde die Frage, ob das in einem biologischen oder nur metaphorischen Sinn gemeint ist. Denn es geht um eine Wahrheit, die das materielle und also auch biologische Geschehen transzendiert, das heißt, darüber hinaus weist und es gleichzeitig in sich aufhebt. In dieser transzendierten Wirklichkeit gibt es überhaupt kein entweder oder mehr. Wer den christlichen Glauben erfassen will, ja, wer glauben will, muss in der Lage sein, Paradoxien auszuhalten. Insofern könnte man auf die Frage, ob die Jungfrauengeburt auch biologisch zu verstehen sei, antworten: du kannst sie so verstehen – aber im Grunde interessiert mich diese Frage gar nicht. Denn: die christlichen Mysterien sind in einem höheren Sinn wahr und auf der materialistischen und sogenannten rationalen Ebene unbegreiflich.
Gerade aber damit kommt der hausbackene – sogenannte rationale – Verstand nicht klar. Genauso wenig wie er die Quanten- und – oder Chaostheorie begreift, so wenig begreift er beispielsweise, dass etwas Höheres sowohl drei als auch eins – dreieinig – sein kann. Er begreift nicht, dass es Dinge gibt, die sich der Messbarkeit und Rationalisierbarkeit entziehen. Weil sie sich der Rationalisierung entziehen, können sie nicht wahr sein.

Theologische Begleitmusik der Moderne

Horkheimer und Adorno schreiben in ihrer “Dialektik der Ausklärung”:

“Das mythische Grauen der Aufklärung gilt dem Mythos. Sie gewahrt ihn nicht bloß in unaufgehellten Begriffen und Worten, wie die semantische Sprachkritik wähnt, sondern in jeglicher menschlichen Äußerung, wofern sie keine Stelle im Zweckzusammenhang jener Selbsterhaltung hat. Der Satz des Spinoza ‘Conatus sese conservandi primum et unicum virtutis est fundamentum’ (Der Versuch des Sich-Selbst -Erhaltens ist die erst und einzige Grundlage der Tugend) enthält die wahre Maxime aller westlichen Zivilisation, in der die religiösen und philosophischen Differenzen des Bürgertums zur Ruhe kommen.”

Für Horkheimer und Adorno ist die Zurichtung aufs Rationale eine Selbstentäußerung der Individuen, “die sich an Leib und Seele nach der technischen Apparatur zu formen haben”. Die beiden Philosophen haben ihren Angriff auf die Rationalisierung aller Lebensäußerungen zugegebenermaßen nicht als Verteidigung der christlichen Mysterien sondern als Kapitalismuskritik angelegt. Aber sie haben gezeigt, wie die Moderne die Sinneshaltung der Menschen sukzessive auf ein Quantifizierbares eingeengt hat und Metaphysik in diesem Zusammenhang als Bedrohung bekämpfen muss. Alles, was nicht rationalisierbar ist, ängstigt den Menschen der Moderne – und daher muss er es von sich abspalten. Als letztes Höheres gilt dem modernen Subjekt die reine Selbsterhaltung. Die kritisch-historische Theologie ist mit ihrer Entzauberung des Metaphysischen gewissermaßen die theologische Begleitmusik von Moderne und Postmoderne, die im Übrigen mit dem Neoliberalismus derzeit scheinbar immer mehr an ihre eigenen rationalen Grenzen gerät. Im postmodernen Neoliberalismus wird der Rationalismus langsam an sich selbst irre.
Die moderne Theologie – oder besser die Theologie der Moderne – versucht dabei in ihrem diskursiven Niemandsland der ihr zugewiesenen Funktion gemäß noch irgendwie Sinn zu generieren, wo sie selbst schon lange keinen Sinn mehr sieht.

Everything goes

Vorgemacht hat das jüngst wieder der “Spiegel”. Unter dem Titel “Vom Himmel hoch”, fragte das Nachrichtenmagazin einmal genauer nach: “Ist Gott nur ein Irrtum! Und der Mensch nur Zufall?” Um Antworten wurden der britische Astrophysiker Ben Moore und der evangelische Pastor Johann Hinrich Clausen aus Hamburg gegeben. Moore übernahm den atheistischen Part, der Pastor sollte Gott und das Christentum verteidigen. Die Eingangsfrage an beide Gesprächsteilnehmer lautete: Was sehen Sie, wenn Sie nachts in den Himmel blicken. Der Astrophysiker sah die Zukunft, er sah die Menschheit zu den Sternen reisen um zu erkunden, was dort existiert, ob es dort wohlmöglich Leben gibt. Eine kühne und gleichzeitig optimistische Vision, den immerhin glaubt er an eine große Zukunft der Menschheit. Der Pastor sah nur Sterne. Deshalb stellte er sich seine Frage lieber gleich selbst: nämlich, was er dabei fühle. Er fühle Ehrfurcht, so die Antwort.
Immerhin. Ehrfurcht. Nicht schlecht. Ehrfurcht vor Gottes grandioser Schöpfung, dem Universum, sicherlich. Aber so wollte es Pastor Claussen nicht verstanden wissen. Vielmehr ging es ihm um die Frage nach dem Unendlichen. Auch nicht schlecht! Wenn Menschen daran denken, so der Kirchenmann, dann würden sie an ihr eigenes Lebensende denken und fragen, ob es auch in ihnen etwas Unendliches gebe. Jedoch: eine Antwort hatte er leider nicht. Und auch auf die Frage des Spiegels, ob er an einen kosmischen Designer – sprich Schöpfer – glaube, “der das alles geschaffen haben soll? (…)” musste Pastor Claussen passen: “Ich weiß es nicht”. Was Wunder, dass der atheistische Astrophysiker schließlich insistierte, welche Aufgabe Gott dann nach Meinung von Pastor Claussen in der Welt habe, wenn er weder den Menschen schuf noch das Universum. “Welche Rolle hat er dann noch”, bohrte Ben Moore weiter. Pastor Johann Hinrich Claussen blieb in philosophisch Allgemeinem verfangen und wusste zur Verteidigung der Religion substanziell eigentlich nicht viel mehr vorzubringen, als dass sie etwas Wahres, gutes und Wunderschönes in ihm anstoße und seit Kant eigentlich jeder individuell bestimmen könne, was er damit und mit der Religion meine. Everything goes.
Ich glaube, dieses “everything goes” wirft uns auf uns selbst zurück, auf Spinoza und sein Paradigma von der reinen Selbsterhaltung, geschmückt mit etwas philosophisch-religiösem Zierat von den evangelischen Kanzeln, das aber von den eignen Apologeten nicht mehr so ganz ernst genommen wird. Wie aber sollen es dann die Menschen ernst nehmen.

Sich dem Zeitgeist entgegen stemmen

Diese Art von Theologie schafft sich selbst ab. Sie affirmiert das Weltbild der Moderne, in dem Quantifizierbarkeit und Messbarkeit zur letzten Wahrheit gerinnt. Sie sieht ihre Aufgabe scheinbar nur noch darin, das ärmliche Los der Menschen als Subjekte einer Tugend des reinen sich Selbst-Erhaltens mit ein paar frommen Sprüchen erträglicher zu machen.
So eine Theologie brauchen wir nicht. Vielmehr brauchen wir eine Theologie und eine Kirche, die sich diesem fatalistischen Zeitgeist entgegen stemmt.

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Jun 07 2015

Winnetou ist ein Christ

Autor: . Abgelegt unter Allgemein,Wir Christen

Chsr-lih, ich glaube an den Heiland. Winnetou ist ein Christ. Leb wohl!

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Mrz 11 2015

Flashmob für jüdisches Leben

Autor: . Abgelegt unter Allgemein,Politik und Alltag

Mann mit Kippa und Israel-Fahne
Für ein buntes jüdisches Leben in Hannover haben gestern knapp 100 Teilnehmer eines Kippa-Flashmobs in der Hannoverschen Innenstadt demonstriert.

Mit der traditionellen jüdischen Kopfbedeckung Kippa, Israel-Fahnen und jüdischer Musik demonstrierten sie für ein vielfältiges jüdisches Leben. Vor allem nach dem Gaza-Krieg im vergangenen Jahr habe es “wüste antisemitische Ausfälle” gegen Juden gegeben, sagte Initiator Monty-Maximilian Ott von der Deutsch-Israelischen Gesellschaft in Hannover. An der Demonstration beteiligten sich auch Landtagsabgeordnete von SPD und FDP. Befürchtete Provokationen von Rechtsextremisten blieben aus. (NDR.de)

Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, dass „vielfältiges jüdisches Leben“ in deutschen Städten wieder seinen festen Platz hat – zumal nach der jüdischen Immigration aus den GUS-Staaten in den 1990er-Jahren.
Aber weil dafür demonstriert werden muss, ist es leider nicht selbstverständlich. Und das ist ein Skandal, der als solcher scheinbar nur von einer Minderheit wahrgenommen wird. Oder wo sind die 1500 Kundgebungsteilnehmer, die Anfang des Jahres in Hannover gegen Pegida und Hagida auf die Straße gegangen sind? Warum fehlen sie bei einer Demonstration für jüdisches Leben in Hannover?

Nein, hinsichtlich des jüdischen Lebens hier und anderswo in Deutschland herrscht eben keine Normalität. Dass eine von der Polizei bewachte Demonstration von etwa 100 Kippa tragenden Menschen unbehelligt von antisemitischen Übergriffen durch die hannoversche Innenstadt ziehen kann, wird bereits als Erfolg verbucht. Das ist wahrhaftig kein Ruhmesblatt für die deutsche Gesellschaft, 70 Jahre nach dem deutschen Massenmord an den europäischen Juden.

Normalität gibt es erst dann, wenn ein oder zwei Kippaträger auch sicheren Fußes durch Hannovers Nordstadt oder den Sahlkamp spazieren können. Wer möchte es einmal ausprobieren?

Vielleicht sollte der nächste Kippa-Flashmob genau an jenen Orten stattfinden. Und dann hoffentlich nicht nur mit 100 – sondern mindestens mit 1000 Teilnehmern! Denn die werden wir dort brauchen, fürchte ich.

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Jan 11 2015

Je suis charly?

Autor: . Abgelegt unter Allgemein

je ne suis pas charly

Ich bin nicht Charly, weil ich nicht den Mut aufbringe, den die getöteten Zeichner und Redakteure in Paris aufgebracht haben. Sie haben sich für die Freiheit der Rede, des Bildes und des Spottes geopfert. Aber ich bin nicht Charly. Weil es die Vertreter jener menschenverachtenden Ideologie längst geschafft haben, mich nachhaltig einzuschüchtern. Und ich glaube, dass 80 Prozent derjenigen, die jetzt vollmundig bekunden, “Ich bin Charly”, es auch nicht sind.
Die Morde an den Zeichnern und Redakteuren haben solchen Angsthasen wie mir leider recht gegeben und werden daher auch noch mehr Menschen einschüchtern. Insofern sind sie kein “Sieg über die Meinungsfreiheit”, wie es überall heißt, sondern ihre Niederlage. Gesiegt haben (vorerst) die Mörder.

Das Beste und Katholischte zum Thema natürlich wieder mal bei Geistbraus: Warum Satire negative Theologie braucht

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Jan 01 2015

Neujahrsgruß!

Autor: . Abgelegt unter Allgemein

Winterliche Impression - Grashalme im geoldenen Licht

„Ich grüße Dich als Freund, und tief ist meine Liebe für Dich. Nichts kann ich Dir geben, das Du nicht schon hättest. Du aber kannst vieles, sehr vieles nehmen, was ich nicht geben kann.

Es gibt für uns erst einen Himmel, wenn unser Herz im Hier und Jetzt zur Ruhe kommt. Nimm also den Himmel! Es gibt keinen künftigen Frieden, der nicht schon jetzt in diesem Augenblick verborgen läge. Nimm also den Frieden!

Die Schwermut der Welt ist nur ein Schatten. Dahinter, und doch zum Greifen nahe, liegt Freude. Mitten in der Finsternis strahlen Glanz und Herrlichkeit, wenn wir nur sehen können. Und um zu sehen, müssen wir nur schauen. Ich beschwöre Dich also, mach’ Deine Augen auf!

Das Leben schenkt so großzügig. Wir aber urteilen nach der äußeren Hülle der Gaben und verwerfen es als hässlich, schwer oder hart. Schaue unter die Hülle und Du wirst eine lebendige Pracht finden, von Liebe gewoben in Weisheit und mit Kraft. Nimm’ dieses Geschenk dankbar in Empfang und Du wirst die Hand des Engels fühlen, die es Dir bringt. Alles, was wir Heimsuchung, Leid oder Verpflichtung nennen, kommt, glaube mir, aus des Engels Hand; es ist Geschenk und Wunder einer überschattenden Gegenwart.

So auch Deine Freuden. Sei nicht zufrieden mit ihnen als bloße Freuden; auch sie verbergen göttlichere Gaben. Das Leben ist so voller Sinn und Bedeutung, so voll verschleierter Schönheit, dass Du entdecken wirst: Die Welt verhüllt nur Deinen Himmel. Habe also Mut, ihn zu beanspruchen! Darauf allein kommt es an. Aber Mut hast Du ja, und die Gewissheit, dass wir gemeinsam als Pilger auf dem Weg sind durch fremdes Land heimwärts.
Und so grüße ich Dich denn zu dieser Jahreszeit, nicht wie die Welt Grüße sendet, sondern mit tiefer Ehrfurcht und bete, dass für Dich der Tag anbrechen möge und die Schatten weichen, jetzt und für immer.“ Weihnachten, anno Domini 1513.

Fra Giovanni Giocondo (1435 -1515)

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Dez 24 2014

Über das Schenken zu Weihnachten mit ein bisschen Kapitalismuskritik

Autor: . Abgelegt unter Allgemein,Religion und Alltag

Weihnachtsgeschenke
Weinachten ist da. Nur noch weinige Stunden bis Heiligabend. Die zur Zeit meistgestellte Frage lautet wahrscheinlich: „Habe ich auch alle Geschenke beisammen?“ Und vor allem: „Habe ich das Richtige gekauft, werden sich die Beschenkten auch über meine Gaben freuen?“
„Okay“, denken Sie jetzt: „Das läuft hier wohl wieder auf die obligatorische Kritik an der Kommerzialisierung des Weihnachtsfestes hinaus“. Stimmt, ich gebe es zu. Aber meine Kritik ist origineller als andere. Behaupte ich. Also ruhig weiter lesen!
Was ist denn eigentlich gegen das sich Beschenken einzuwenden?. Es belebt die Wirtschaft: Das Weihnachtsgeschäft macht zwischen 25 und 50 Prozent des Umsatzes im Einzelhandel aus. „Ohne Weihnachten würde das für uns so lebenswichtige kapitalistische System zusammenbrechen und Deutschland müsste Geld von Griechenland ausleihen“, meint Eric T. Hansen von Zeit-Online.

Außerdem bereitet das Schenken neben dem ganzen Einkaufsstress viel Freude. Und nebenher wächst zu Weihnachten mit oder trotz dem ganzen Einkaufsrummel sogar noch die Sensibilität für unsere Mitmenschen und für soziale Missstände hier und anderswo. In der Vorweihnachtszeit wird nicht nur gekauft und konsumiert, was das Zeug hält, sondern auch gespendet und geholfen wie zu keiner anderen Zeit im Jahr. Was soll also das ewige Lamento über die Kommerzialisierung des Festes, das alle Jahre wieder an prominenter Stelle aufgesagt werden muss.
In diesem Jahr war es zum Beispiel der Reggae-Musiker Gentleman, der in der Süddeutschen zu Protokoll gab, dass er immer mehr versuche, diesem „Trubel und dem Rummel zu entkommen“. Eigentlich komisch für jemanden, der doch von Trubel und Rummel lebt. Nun ja, vielleicht ja gerade deshalb. Das, was draus gemacht werde, fände er ziemlich grausam, diesen ganzen „Hardcore-Konsum-Flash“, meint Gentleman. Eigentlich solle man doch jemanden feiern, der da mal geboren wurde und den „Durchblick gehabt hat“. Okay, das ist vielleicht etwas unorthodox formuliert, zielt aber tendenziell in die richtige Richtung. Aber: warum denn nicht die Ankunft Christi, das größten Geschenk, dass die Menschen je erhalten haben, mit dem gegenseitigen sich Beschenken feiern. Um damit zumindest symbolisch etwas von der Freude zu teilen, die Christus durch seine Ankunft den Menschen bereitet hat.
Historisch betrachtet ist die Tradition der Weihnachtsgeschenke ein Erbe der Reformation. Ursprünglich war der 6. Dezember der Tag des Schenkens, denn an diesem Datum wird dem Heiligen Nikolaus von Myra gedacht. Und diesen Heilige hält man insbesondere wegen seiner generösen Art gegenüber Armen und Bedürftigen in Ehren. Daher bekanntlich der Brauch des Schenkens. Weil Luther die Heiligenverehrung ablehnte, wurde der Heilige “durch einen dubiosen Weihnachtsmann ersetzt, der Tag des Schenkens vom 6. Dezember auf den 24. Dezember verlegt. Seitdem ist Weihnachten zwei Feiertage in einem: Der Tag Christi Geburt und eben der Tag des Schenkens“. Luther war hier auf der ganzen Linie erfolgreich.

An Weihnachten feiern wir die Ankunft Christi auf der Erde. Gott hat sich uns damit gewissermaßen selbst geschenkt. Dieses Geschenk ist niemals zu toppen. Daher ist das symbolische Teilen der Freude darüber durch das gegenseitige sich Beschenken zu Weihnachten auch gar kein Problem. Wohl aber, dass sich das Schenken gegenüber seinem Anlass in weiten Teilen vollständig verselbstständigt hat.

Die Verselbstständigung des rein quantifizierbaren Aspekts eines Phänomens gegenüber seiner ursprünglich sozialen und/oder spirituellen Bedeutung ist eine typische Erscheinung des Kapitalismus. Wie sich der Tausch(wert) gegenüber den Gebrauchs(wert)eigenschaften eines Produkts im Kapitalismus fast vollständig verselbstständigt, bis hin zum Warentausch von stofflich gar nicht mehr vorhandenen Werten beispielsweise im Kapitalhandel, so tendiert diese Wirtschaftsform dazu, alles Soziale, Spirituelle und Höhere auf ein rein Dingliches herunter zu brechen. Christen müssten aus diesem Grund eigentlich fundamentale Kapitalismuskritiker sein. Das sie es weitgehend nicht sind, ist nicht nur die Schuld des leidigen Bündnisses von Repräsentanten der Kirche mit den Mächtigen dieser Welt, sondern auch des fatalen und destruktiven Atheismus der Linken. Von den Verbrechen, die im Namen linker Weltanschauungen begangen wurden, ganz zu schweigen.
Auf jeden Fall brauchen wir uns über die Kommerzialisierung des Weihnachtsfestes nicht zu wundern. Sie ist ein Resultat der Herrschaft des Tauschwerts. Aber diese Herrschaft ist nicht absolut. Wenn die Menschen zu Weihnachten in großer Zahl in die Kirchen gehen, dann tun sie das, weil sie einen Verlust erahnen. Es ist der Verlust des Heiligen, das man noch am Heiligen Abend im wahrsten Sinne des Wortes gegen das Profane getauscht hat. Die Menschen sind auf der Suche. Das zeigt nicht zuletzt, dass die Herrschaft des (Tausch)Werts niemals absolut ist. Es bestimmt eben nicht nur das Sein das Bewusstsein. Es ist ebenso die Herrlichkeit Gottes, die (fast) jeder Menschen zumindest als eine Ahnung und ein Sehnen in sich spürt. Insofern auch kratzt jede Kritik an der Kommerzialisierung des Weihnachtsfestes ein wenig an der Tünche des Kapitalismus, der dazu tendiert, alles Heilige zu profanisieren. Nicht das sich Beschenken ist dabei problematisch, sondern dass es sich gegenüber seinem eigentlichen Sinn, der Freude über das Geschenk Gottes an die Menschen, verselbstständigt hat. Dieses Geschenk ist uns gemacht worden und wir müssen es nur annehmen, indem wir unsere Herzen dafür öffnen. Indem wir zulassen, das Christus gleichsam auch in uns selbst geboren wird: „Wir feiern Weihnachten, auf dass diese Geburt auch in uns Menschen geschieht. Wenn sie aber nicht in mir geschieht, was hilft sie mir dann? Gerade, dass sie auch in mir geschehe, darin liegt alles“, sagt Meister Eckhart
Eric T. Hansen von Zeit-Online meint übrigens, Schenken käme „sehr gut auch ohne Religion aus“. Nee: eben nicht!

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Mai 02 2014

Jesus rettet (2)

Autor: . Abgelegt unter Allgemein,Transzendenz und Alltag

Hutkrempe
Erster Mai 2014. Hannover, Trammplatz. „Guck mal, der da” sagt Hanno, (Hanno der Straßenmusiker, Entertainer, „Bunter Hund“,) und weist auf den Mann, der jetzt am Rand der Kundgebung steht und sein Schild mit der Aufschrift „Jesus rettet“ in die Höhe hält. „Muss sich hier eigentlich jeder produzieren?“ fügt Hanno mißmutig fragend hinzu.
Mann mit Schild in einer Menschenmenge. Aufschrift: Jesus rettet!
„Ich finde, das ist eigentlich eine ganz witzige Idee“, lautet meine Antwort. Hanno abfällig: “Jesus rettet. Wen soll der denn retten?“
„Na dich – zum Beispiel!“
Hanno schweigt, in seinem Gesicht gefriert ein sarkastisches Grinsen.
Ich hätt’s ihm erklären müssen, denke ich später!

Zum Weiterlesen: “Jahrzehnte lang hat sie das Bild von Dortmund geprägt: Maria Schmidt, die grauhaarige Dame mit dem „Jesus rettet“-Schild”.

Und hier, noch mehr zum Thema. Für uns Katholiken vielleicht etwas zu sola fide, aber ich finde, im Großen und Ganzen kann man es so stehen lassen.

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Mai 26 2013

Brief des Apostels Paulus an die Römer 5, 1-5

Zweite Lesung des Tages

Gerecht gemacht aus Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn.
Durch ihn haben wir auch den Zugang zu der Gnade erhalten, in der wir stehen, und rühmen uns unserer Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes.
Mehr noch, wir rühmen uns ebenso unserer Bedrängnis; denn wir wissen: Bedrängnis bewirkt Geduld,
Geduld aber Bewährung, Bewährung Hoffnung.
Die Hoffnung aber läßt nicht zugrunde gehen; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.

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