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Verrückter Kapitalismus: Marktrisiken der ehrlichen Makler

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„Das eigentliche Unternehmereinkommen aber ist eine Prämie für unversicherbare Marktrisiken “, meint der Morgenländer, und: „Der Unternehmer ist kein privater Konsument, sondern ein Makler von Gütern und Dienstleistungen”.
Genau, daher sind die Vorstände der gegen die Wand gefahrenen Banken auch mit Boni im Millionenhöhe bestraft worden. Die einzigen, die hier etwas riskiert haben, waren die kleinen Sparer.
Unter den kleinen und mittleren Selbstständigen mag es ja noch etliche Leute mit Berufsethos geben, denen es darum geht, ihre Kunden mit guten Waren, leckeren Brötchen zum Beispiel, und Dienstleistungen zu versorgen. Den Managern der Großkonzerne indes ist es völlig schnuppe, ob sie mit Autos, Hamburgern oder Bauklötzen makeln. Ihr primäres Interesse ist es, Kapital zu vermehren, also Geld einem Wirtschaftkreislauf zuzuführen, um es durch Warenproduktion oder Finanzspekulation zu mehr Geld zu machen. In der Tat: So verrückt ist der Kapitalismus.

Allerdings muss ich hinzufügen, und hier werden Morgenländer und ich wohl wieder halbswegs zusammen kommen: Auch wenn ich mir eine Alternative zum Kapitalismus wünsche, so fällt mir doch keine ein. Eine halbwegs funktionierende soziale Markwirtschaft scheint mir wirklich heute die einizige Alternative zu sein. Dissens gibt es sicher hinsichtlich der Art und Weise. Ich bin für ein Einhegen dieser Wirtschaftordung, das heißt auch, für einen Primat der Politik.

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