Monatsarchiv für März 2013

Mrz 31 2013

Auferstehung

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=ZURbum54CKI&w=420&h=315]
Schöneberg: Das Exsultet in der Feier der Heiligen Osternacht

Mit dem Leben und Sterben von Jesus Christus ist ein Emanzipationsprozess eingeleitet worden, der auf die Befreiung der Menschen zielt, und zwar sowohl in ihrer sozialen als auch in ihrer spirituellen Existenz, in ihrer Eigenschaft als zunächst verlorene – weil todgeweihte und schuldbeladene Individuen – als auch in ihrer sozialen Dimension als unterdrückte und geknechtete Wesen. Diese Botschaft ist sowohl präsent in der Verkündigung Christi als auch in seinem Leben und Leiden selbst, in seinem „Engagement“ für die Welt und in der Art seines Todes. Christus ist den Leidensweg der Menschen – und schließlich weit darüber hinaus – gegangen, aber daraus ist nicht der Tod, sondern eine Hoffnung und ein Versprechen auf das Leben entstanden: Nein, ihr seit nicht verloren, denn ihr werdet wieder aufstehen und auferstehen, nein, das Elend wird nicht immer währen, die Befreiung von Ungerechtigkeit, Unterdrückung und Ausbeutung ist möglich – das Reich Gottes, „wie im Himmel so auf Erden“. Und du, Mensch, als ein von Schuld, Verfall und Tod gezeichnetes Wesen, kannst teilhaben an der allumfassenden Liebe Gottes, von der Jesus Christus Zeugnis abgelegt hat durch sein eines Opfer am Kreuz, mit dem der Tod überwunden worden ist.
Christus ist auferstanden!

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Mrz 29 2013

Karfreitag

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=B5TsRfSOlXE&w=560&h=315]
Feria VI in Passione et Morte Domini – Karfreitag – Good Friday

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Mrz 28 2013

Gründonnerstag

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=sd5xONSriHY?feature=player_detailpage&w=640&h=360]
Taizé song – Bleibet hier und wachet mit mir

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Mrz 21 2013

Beten

Autor: . Abgelegt unter Transzendenz und Alltag

Josef Bordat hat sich auf JoBo72’s Weblog einige interessante Gedanken zum Beten gemacht.

Beten ist ein zentraler Akt der Gottesbegegnung. Beten ist der Draht zu Gott, jedes einzelnen Christen und der Gemeinde der Christen, die sich Kirche nennt. Und die christliche Spiritualität ist reich in ihrem Bemühen, diesen Draht glühend zu halten.

Das nehme ich einmal zum Anlass, dieses Thema hier um einen (beeindruckenden) Text von Angelus Silesius zu ergänzen.

Wann du dich willst in Gott
und seinen Abgrund senken,
so mußt du nicht an ihn,
auch nicht an dich gedenken.

Die Gottheit ist ein Brunn,
aus ihr kommt alles her,
und Iäuft auch wieder hin.
Drum ist sie auch ein Meer.

Gott wohnt in einem Licht,
zu dem die Bahn gebricht.
Wer es nicht selber wird,
der sieht ihn ewig nicht,

Wenn ich in Gott vergeh,
so komm ich wieder hin,
wo ich in Ewigkeit
vor mir gewesen bin.

Was man von Gott gesagt,
das g’nüget mir noch nicht:
Die Übergottheit ist
mein Leben und mein Licht,

Gott ist lauter Nichts,
ihn rührt kein Nun noch Hier,
je mehr du nach ihm greifst,
je mehr entwird er dir,

Die Gottheit ist mein Saft:
Was aus mir grünt und blüht,
das ist sein heiliger Geist,
durch den der Trieb geschieht.

Der Weis’ ist nie allein:
Geht er gleich ohne dich,
so hat er doch den Herrn
der Dinge (Gott) mit sich.

Gott kann sich nicht entziehn,
er wirket für und für,
fühlst du nicht seine Kraft,
so gib die Schuld nur dir.

Du darfst zu Gott nicht schrein,
der Brunnquell ist in dir:
Stopfst du den Ausgang nicht,
er flösse für und für.

Halt an, wo läufst du hin?
Der Himmel ist in dir:
Suchst du Gott anderswo,
du fehlst ihn für und für.

Mensch, so du wissen willst,
was redlich beten heißt,
so geh in dich hinein
und frage Gottes Geist.

Wer in sich über sich
in Gott verreisen kann,
der betet Gott lm Geist
und in der Wahrheit an.

Gott ist so über all’s,
daß man nichts sprechen kann,
drum betest du ihn auch
mit Schweigen besser an.

Angelus Silesius

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Mrz 19 2013

Das holographische Universum und der Atheismus

Autor: . Abgelegt unter Transzendenz und Alltag

Ist das Universum nur ein Hologramm? In einem Beitrag auf fokus.de wird der neusten Theorie in der physikalischen Grundlagenforschung nachgegangen:

“Hologramme sind Aufnahmen eines Objekts, die meist mittels Laserlicht erzeugt werden. Der Laserstrahl tastet das Objekt ab, die gewonnene Information wird in Form eines Beugungsgitters auf einer zweidimensionalen Fläche gespeichert, etwa einer fotochemisch behandelten Glasplatte. Wird ein zweiter, gleichartiger Laserstrahl auf dieses Gitter gerichtet, entsteht ein dreidimensionales Abbild des Ursprungsgegenstandes.
Die Theorie vom holografischen Universum überträgt dieses Prinzip auf den ganzen Kosmos. Sie wurde unter anderem von dem gelähmten britischen Physiker Stephen Hawking entwickelt. Lassen sich Informationen aus höheren Dimensionen in Gebilden niedrigerer Dimension kodieren, argumentiert er, könnten auch wir Menschen vierdimensionale holografische Schatten sein, erzeugt durch das Geschehen in einer höherdimensionalen Welt.”

Einige Wissenschaftler meinen, hier einen Ansatz gefunden zu haben, mit dem sich die Relativitätstheorie und die Quantentheorie endlich vereinbaren ließen. Das ist der modernen Physik nämlich bisher trotz intensiver Bemühungen noch nicht gelungen. Dann aber stellt sich die Frage, wer „dieses ganze kosmische Schattenspiel“ eigentlich veranstaltet, wie es in einem Artikel auf focus.de formuliert wird.
Auf jeden Fall zeigen uns diese Fragestellungen, dass die Vorstellung, die Welt lasse sich auch ohne Rückgriff auf die Annahme einer außerhalb der Naturwissenschaften liegenden Dimension, Kraft oder Einflussnahme beschreiben, inzwischen so gut wie obsolet ist. Damit ist letztlich auch der Atheismus des 18. und 19. Jahrhunderts, der sich allein dieser Grundannahme verdankt, obsolet. Einige ihrer unbelehrbaren Anhänger, wie beispielsweise Richard Dawkins, wollen das nicht wahrhaben. Sie halten nach wie vor verzweifelt an einem positivistischen Wissenschaftsbegriff fest, in dem Vermessung und Beschreibung schlicht mit Erklärung verwechselt wird. Damit ist der Neo-Atheismus eigentlich nichts anderes als eine vulgär- beziehungsweise pseudowissenschaftliche Ideologie.

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Mrz 15 2013

Papst Franziskus: “Nahezu bis ans Ende der Welt”

Autor: . Abgelegt unter Wir Christen

„Brüder und Schwestern, guten Abend. Wie ihr wisst, war es die Pflicht des Konklaves, Rom einen Bischof zu geben. Wie es scheint, sind meine Kardinalsbrüder nahezu bis ans Ende der Welt gegangen, um ihn zu bekommen.” So unprätentiös lauteten die ersten Sätze, mit denen sich vorgestern der frisch gewählte Papst Franziskus – mit bürgerlichem Namen Jorge Mario Bergoglio – den Menschen auf dem Petersplatz und allen übrigen, die das Geschehen vor den TV-Bildschirmen verfolgt haben, vorstellte. Die Medien und Kommentatoren haben damit vorläufig wieder ein neues Thema: Was sagt dieser insgesamt bescheidene und demutsvolle erste Auftritt des neuen Oberhaupts der Katholiken über seine Eigenschaften und über mögliche Schwerpunkte seines zukünftigen Pontifikats aus? In der kurzen Phase der Sedisvakanz nach dem Rücktritt Papst Benedikts XVI. wurden dem Vatikan bekanntlich etliche Wunschzettel für den Neuen an die Tür geheftet: Frauenordination, Abschaffung des Pflichtzölibats, Akzeptanz von Ehen gleichgeschlechtlicher Paare und dergleichen Anliegen mehr sind via Internet, Funk, Fernsehen und Presse bereits überreichlich an der neuen Pontifex herangetragen worden. Die Papstwahl indes ist kein Jahrmarkt individueller Bedürfnisse und Befindlichkeiten und aus diesem Grund auch habe ich mich an dieser Stelle mit solcherart Äußerungen zurückgehalten. Aber natürlich habe auch ich meine Vorstellungen, was für ein Papst denn in Zukunft die Geschicke der Weltkirche lenken solle. Ich wünschte – und wünsche – mir jemanden, der an die Bemühungen Benedikts XVI. anknüpft, den Akzent in der katholische Kirche insbesondere auf das Element der Gottsuche zu setzen und die Bedeutung der Kirche als einen mystisch sakramentalen Raum zu betonen, in dem der Mensch seine Beziehung zu Gott gestaltet, die Kirche also, wie Papst Benedikt es formuliert hat, zu entweltlichen. Gleichzeitig hoffe ich, dass der neue Papst seine Finger auf die Wunden einer Weltordnung legen wird, die strukturelle Ungleichheit und Zerstörung produziert: eine ungerechte Verteilung von Reichtum, die Verarmung vieler Menschen, Kriege und Umweltkatastrophen, die Verdinglichung von Ressourcen, die Verdinglichung der sozialen Beziehungen, der Produkte menschlicher Arbeit und der ganzen Schöpfung. Um eben so die Solidarität mit den Opfern dieser Weltordnung zu intensivieren und ihnen in ihren Anliegen den Rücken zu stärken. Leicht gesagt, jedoch sehr viel verlangt. Vielleicht aber ist es gerade ein Papst aus Lateinamerika, dessen Wirken zumindest tendenziell in diese Richtung zielen könnte. Seine Namenswahl und sein erster Auftritt am Abend nach der Enklave jedenfalls stimmen mich hoffungsvoll.

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Mrz 13 2013

“Warum gerade ich?”

Autor: . Abgelegt unter Transzendenz und Alltag

„Nee ne, warum muss jetzt gerade mir das passieren, womit habe ich das verdient“, denken oder sagen wir zuweilen, wenn uns ein großes oder kleines Missgeschick, etwas Übles, etwas, womit wir gerade überhaupt nicht gerechnet haben, oder gar ein Leid widerfährt. Manchmal erweist sich so etwas indes auf längere Sicht als positives Ereignis, das uns einen Neuanfang ermöglicht, etwa, wenn wir aus der richtigen Spur geraten sind, sich etwas Negatives eingeschliffen hat, wir uns irgendwie festgefahren haben oder notwendige Veränderungen nur aus Bequemlichkeit nicht anpacken.
Vielleicht bin ich momentan in so einer Situation und vielleicht kann ich das, was mich derzeit aus dem Tritt bringt, im Nachhinein als notwendig erkennen und dankbar annehmen. Wir sind in der Fastenzeit, und diese Zeit sollten wir potenziell zur Reflektion und Veränderung unseres Lebens nutzen.

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Mrz 12 2013

Freiheit

Autor: . Abgelegt unter Politik & Christentum

Freiheit ist vom Kerngedanken her immer schon etwas Göttliches.

Ein Benediktinerpater

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