Archiv für die Kategorie 'Transzendenz – Gebet – Gotttesdienst'

Jun 06 2013

In einer dunklen Nacht (En una noche oscura)

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=_0PjZ2zxRUI&w=420&h=315]

Alle Liebe geht aus von Gott und führt zu Gott hin. In der Liebeslyrik des Johannes vom Kreuz sucht die unsterblich verliebte Braut ihren Geliebten. Sie verzehrt sich in Sehnsucht, macht sich auf, um ihn zu finden, geht Wege, Umwege, Irrwege, um sich schließlich glücklich mit ihm zu vereinen. Für Johannes vom Kreuz sind dies auch die Wege, die der Gottsuchende gehen muss, um ganz zu Gott zu gelangen.

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=L7cYbJkAkKM&w=560&h=315]

In einer dunklen Nacht,
entflammt von Liebessehnen
o seliges Geschick!
entfloh ich unbemerkt,
da nun mein Haus in Ruhe lag.

In Dunkelheit und ungefährdet,
auf geheimer Leiter, vermummt,
o seliges Geschick!
in Dunkelheit und im verborgnen,
da nun mein Haus in Ruhe lag.

In der seligen Nacht,
insgeheim, so daß mich keiner sah,
und ich selber nichts gewahrte,
ohne anderes Licht und Geleit
außer dem, das in meinem Herzen brannte.

Dieses führte mich
sicherer als das Mittagslicht
dorthin, wo meiner harrte ‘
der mir wohl Vertraute,
an den Ort, wo niemand sonst sich zeigte.

O Nacht, die mich lenkte!
Nacht, holder als das Frührot
O Nacht, die den Geliebten
mit der Geliebten vereinte,
die Geliebte in den Geliebten verwandelte.

An meiner blühenden Brust,
die für ihn sich ganz bewahrte,
dort schlief er ein,
und war zärtlich zu ihm, _
und die Zedern fächelten im Wind.

Der Windhauch von der Zinne
– als er nun sein Haar ausbreitete –
mit seiner leichten Hand
berührte er meinen Halls _
und machte alle meine Sinne schwinden.

So blieb ich und vergaß mich selbst,
neigte das Antlitz über den Geliebten.
Alles erlosch, ich gab mich auf,
Iieß meine Sorge fahren,
vergessen unter Lilien.

Juan de la Cruz

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Mai 29 2013

Gebet und Kontemplation im Gotteshaus

Gebet
Die erste Vorbedingung ist die Bereitung der Atmosphäre. Die vielen Regeln, die man in dieser Hinsicht für die Synagoge hat, sind dazu bestimmt, die Synagoge zu einem Ort mit einer gottesdienstlichen, meditativen Atmosphäre zu machen. In die Synagoge zu gehen, sollte eine Erfahrung sein, die einen Menschen darauf vorbereitet, mit seinem Schöpfer in Verbindung zu treten. Schon das bloße Dortsein sollte ausreichen, alle äußerlichen Gedanken aus dem Denken zu entfernen. Man tut gut daran, es den Sepharden gleichzutun, die von dem Moment an, da sie die Synagoge betreten, bis sie sie verlassen, kein einziges unwichtiges Wort sprechen. Die Synagogengespräche auf einem Minimum [zu halten], ist absolut notwendig, wenn man erleben möchte wie sich Kawwana entwickelt. (…) Das Wort ist verschiedentlich auch mit „Empfinden“, „Emotion“, „Konzentration“ oder Andacht übersetzt worden. Seine Wurzel jedoch ist „kiven“, was zielen bedeutet; das ist „gerichtetes Bewusstsein“ als die vielleicht genaueste Übersetzung von kawwana erscheinen. Kawwana besteht jedenfalls darin, alle seine Gedanken auf ein einziges Ziel zu richten.

Aryeh Kaplan (* 23. Oktober 1934 in New York City; † 28. Januar 1983) war ein orthodoxer US-amerikanischer Rabbiner und Schriftsteller. Er wird als ungewöhnlich produktiver und origineller Lehrer anerkannt. Sein Werk reicht von Studien über die Tora und den Talmud zu Arbeiten über Mystik und Philosophie. Er veröffentlichte über 50 Bücher zu Themen der jüdischen Mystik und Religion.

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Mai 26 2013

Brief des Apostels Paulus an die Römer 5, 1-5

Zweite Lesung des Tages

Gerecht gemacht aus Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn.
Durch ihn haben wir auch den Zugang zu der Gnade erhalten, in der wir stehen, und rühmen uns unserer Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes.
Mehr noch, wir rühmen uns ebenso unserer Bedrängnis; denn wir wissen: Bedrängnis bewirkt Geduld,
Geduld aber Bewährung, Bewährung Hoffnung.
Die Hoffnung aber läßt nicht zugrunde gehen; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.

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Mai 19 2013

Pfingsten

Pfingsten Maronitische Pfingstikone
(Maronitische Pfingstikone)

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Mrz 31 2013

Auferstehung

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=ZURbum54CKI&w=420&h=315]
Schöneberg: Das Exsultet in der Feier der Heiligen Osternacht

Mit dem Leben und Sterben von Jesus Christus ist ein Emanzipationsprozess eingeleitet worden, der auf die Befreiung der Menschen zielt, und zwar sowohl in ihrer sozialen als auch in ihrer spirituellen Existenz, in ihrer Eigenschaft als zunächst verlorene – weil todgeweihte und schuldbeladene Individuen – als auch in ihrer sozialen Dimension als unterdrückte und geknechtete Wesen. Diese Botschaft ist sowohl präsent in der Verkündigung Christi als auch in seinem Leben und Leiden selbst, in seinem „Engagement“ für die Welt und in der Art seines Todes. Christus ist den Leidensweg der Menschen – und schließlich weit darüber hinaus – gegangen, aber daraus ist nicht der Tod, sondern eine Hoffnung und ein Versprechen auf das Leben entstanden: Nein, ihr seit nicht verloren, denn ihr werdet wieder aufstehen und auferstehen, nein, das Elend wird nicht immer währen, die Befreiung von Ungerechtigkeit, Unterdrückung und Ausbeutung ist möglich – das Reich Gottes, „wie im Himmel so auf Erden“. Und du, Mensch, als ein von Schuld, Verfall und Tod gezeichnetes Wesen, kannst teilhaben an der allumfassenden Liebe Gottes, von der Jesus Christus Zeugnis abgelegt hat durch sein eines Opfer am Kreuz, mit dem der Tod überwunden worden ist.
Christus ist auferstanden!

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Mrz 29 2013

Karfreitag

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=B5TsRfSOlXE&w=560&h=315]
Feria VI in Passione et Morte Domini – Karfreitag – Good Friday

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Mrz 28 2013

Gründonnerstag

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=sd5xONSriHY?feature=player_detailpage&w=640&h=360]
Taizé song – Bleibet hier und wachet mit mir

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